Während seines Sommerurlaubes im Jahre 1818 besuchte Ludwig v. Beethoven die schöne Hinterbrühl bei Mödling und verweilte im jetzigen Beethovenpark. Hierbei beschrieb er in einem Skizzenbuch seine Wahrnehmungen wie folgt:
EIN KLEINES HAUS ALLDA SO KLEIN -
DASS MAN ALLEIN NUR EIN WENIG RAUM HAT -
NUR EINIGE TAGE IN DIESER GÖTTLICH BRIEL -
SEHNSUCHT ODER VERLANGEN -
BEFREIUNG ODER ERFÜLLUNG
Im Beethovenpark befindet sich ein Denkmal mit dieser Inschrift zum Gedenken an Beethovens Besuch.
Beethovens Komponistenalltag
Trotz der oftmaligen Wohnungswechsel variierte Beethovens Tagesablauf nicht sonderlich. Meist verbrachte er den Vormittag mit der Niederschrift seiner Kompositionen und machte nachmittags ausgedehnte Spaziergänge, bei denen er immer ein Notizbuch bei sich trug, um neue musikalische Einfälle zu notieren. Die Abende verbrachte er entweder bei Freunden, oder er blieb zu Hause, um zu lesen.
Während der Sommermonate verließ der Komponist die Stadt wie die meisten Wiener und mietete in der näheren Umgebung eine Bleibe. Einerseits bot ihm das Landleben mehr Ruhe für seine Arbeit, andererseits weilte auch der Adel den Sommer über auf seinen Landsitzen, und ein Verbleiben in der Hauptstadt hätte keinen finanziellen Nutzen gebracht. Des öfteren wurde er von seinen adeligen Gönnern, etwa von Lichnowsky oder von der Gräfin Anne Marie Erdödy (1779-1837), aufs Land eingeladen.